Defi-Wind Distanz auf dem Rhein – Windsurfen und Fitness! Eine Betrachtung der Messwerte

WSNachdem die norwegische Windsurferin Mirjam Rasmussen (NOR 17) den zutreffenden Artikel, 10 Gründe, warum Mädchen Windsurfen sollten, schrieb, der im Übrigen genauso auf Männer anwendbar ist, galt es die subjektiven Wahrnehmungen des Trainings durch objektive Kriterien zu untermauern. Über fast die Distanz des Langstreckenrennen Defi-Wind, nur ohne Tramontana, dafür mit sicher 90 Halsen mehr, ging es zwischen Schiffen von Ufer zu Ufer.

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Im Rahmen dieser Trainingssession über rund 39 km während einer „aktiven Mittagspause“ wurden mit Runtastic Pro sämtliche GPS-Werte wie auch Puls genommen und dadurch (wohl) der Kalorienverbrauch ermittelt, wobei dieser laut Runtastic erstaunlich niedrig ausfallen soll; vergleichbare Rechner kommen hier auf rund 1.800 kcal.

TrackTable
Spannender zu sehen sind die Pulswerte im Verhältnis zu den sehr wechselhaften und böigen Bedingungen – somit in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit.
Bei Spitzengeschwindigkeiten um 45 km/h (25 Knoten) betrug der Puls bis zu 168 bpm, während er sich insgesamt über die Dauer der Session bei einem Durchschnitt von 125 bpm bewegte.

windPulse2
Genauso interessant sind die Durchschnittsgeschwindigkeiten in den jeweiligen Zeitabschnitten, wobei diese zum einen naturgemäß vom Wind, zum anderen aber auch von der Frequenz der Schifffahrt abhängen: je mehr Schiffe, desto mehr Halsen, desto weniger Geschwindigkeitsdurchschnitt.

Nun zur Fitness. Der Ruhepuls des Probanden (GER-619) liegt zwischen 46 und 48 bpm, so dass daraus die Trainingsqualität ermittelbar ist.

Training-Summary

Aus den Zeitanteilen Fettverbrennung und Aareob, d.h. die Muskulatur arbeitet sauerstoffgestützt, lässt sich ersehen, dass rund ein Drittel der Zeit zur Fettverbrennung verwendet werden konnten. Aufgrund der fehlenden Konstanz des Windes und damit auch „Verdrängerfahrten“ bleibt der größte Anteil als Cardio-Training. Auch sichtbar wird, dass alle Cardio-Typen angesprochen werden.
In jedem Falle ein klasse Workout, bei dem nicht nur Herz und Muskeln trainiert werden sowie Fettverbrennung erfolgt.
Vor allem geht es aber um das sinnliche Erlebnis, über das Wasser zu fliegen, angetrieben nur vom Wind in den Händen.
Die nüchternen Trainingsdaten spiegeln daher nur den vorteilhaften Nebeneffekte dessen, warum es eigentlich geht.

In jedem Falle wird der Test fortgesetzt in der Hoffnung auf mehr und konstanteren Wind sowie weitere Daten.

Bis dahin heißt es

Ahoi & Aloha

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