Die Ora ist eine italienische Diva: Ob sie den Surfern die Gnade ihrer Anwesenheit schenkt, bleibt bis zum Schluss offen.
Bei sonnigen Bedingungen warteten rund zwei Duzend Windsurfer am Shaka Windsurf Center auf Ihre Ankunft, die üblicherweise gegen 12-14h erfolgt. Nach drei Stunden des Wartens bei sommerlichen Bedingungen und bei chilliger Musik strich der ein oder andere bereits die Segel. Als um 15:45h die Wasserfläche mehr einem Spiegel denn einem Surfeldorado glich, fuhr auch ich wieder auf der Westseite Richtung Süden. Um Punkt 16 Uhr kam dann eine weiße Wand mit Schaumkronen und guten 6 Bft. im Gepäck aus dem Süden den See hochgeweht, so dass es auf den engen Straßen nur noch darum ging, an nächster Stelle den Bus zu wenden.
Nach gefühlten Ewigkeiten touristischen Zuckelverkehrs durch Torbole erneut bei Shaka angekommen, ging es im SEK-Tempo in den Neo und das Shaka-Team stellte in wenigen Minuten wieder gut abgestimmtes Material bereit, so dass ich in rund 5 Minuten nach Ankunft bereits die Gnade des nachmittäglichen Windes spüren durfte. Bei zunächst etwas wechselnden Bedingungen ging es zunächst mit ein JP 102 und Naish 5,3m2 auf den See, dann JP 111 mit 6,5m2 und zum Grande Finale mit einem stramm ausgefüllten 5,8er.
Als Erkenntnis habe ich gezeitigt, dass bei stabilen Schönwetterlagen die Chance auf eine schöne Ora hoch ist, wann sie indes eintrifft, bliebt ihr überlassen – sie ist eben ein Diva!
Video-Update mit bump&jump (17.04.2015):
